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Blutegel-Therapie
Die Anwendung der Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) in der Medizin ist vermutlich so alt wie die Heilkunst selbst. Erste
Aufzeichnungen finden sich in indischen Schriften schon vor 3000 Jahren. Das schwarz-bräunliche wurmartige Tier sondert bei seinem Biss
in die Hautoberfläche (ähnlich dem Gefühl eines kleinen Nadelstichs) ein Sekret mit medizinisch äußerst wirksamen Substanzen ab. Sehr
bekannt ist das Hirudin welches oft in Krampfadersalben Verwendung findet.
Das Hirudin sowie die anderen Inhaltsstoffe bilden zusammen eine komplexe Wirkstoffkombination, welche
• blutgerinnungshemmende,
• antithrombotische,
• gefäßkrampflösende,
• schmerzlindernde und
• entzündungshemmende
Eigenschaften hat und damit in der Heilkunde bei den verschiedensten Erkrankungen eingesetzt wird. Bei dieser Behandlung kommt es zu
einer Stoffwechselumstimmung des gesamten Organismus.
Bislang ist es der Pharmaindustrie noch nicht gelungen einen chemischen Stoff herzustellen, der auch nur annähernd das leistet, was der
Blutegel in seiner Gesamtwirkung auf den kranken Organismus zustande bringen kann.
Die heute in Praxen verwendeten Blutegel werden unter ständiger strenger ärztlicher Kontrolle in Deutschland gezüchtet!
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